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Artikel: Wie werden Vorgabenschläge im Matchplay verteilt? So funktioniert die Berechnung

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Wie werden Vorgabenschläge im Matchplay verteilt? So funktioniert die Berechnung

Im Matchplay ist jedes Loch ein eigener Wettbewerb. Vorgabenschläge müssen deshalb nicht nur berechnet, sondern auch auf den richtigen Löchern eingesetzt werden. Hier erfährst du einfach erklärt, wer von null spielt, wie viele Schläge die übrigen Spieler erhalten und wie der Stroke Index verwendet wird.

Die schnelle Lösung: Gib die Course Handicaps der Spieler in den kostenlosen Matchplay-Rechner von GolfGodter ein. Wähle Einzel, Fourball oder Foursomes und erhalte sofort die Schlagverteilung.

Was ist Matchplay?

Im Matchplay – auch Lochspiel genannt – kämpfen Spieler oder Seiten um jedes einzelne Loch. Das niedrigste Nettoergebnis gewinnt das Loch. Ein gewonnenes Loch bedeutet eins auf, ein verlorenes Loch eins ab, und ein geteiltes Loch verändert den Stand nicht.

Das Match endet, wenn ein Spieler oder eine Seite mehr Löcher vorn liegt, als noch zu spielen sind. Liegt ein Spieler beispielsweise bei zwei verbleibenden Löchern drei auf, ist das Match mit 3&2 gewonnen.

Wer spielt von null?

Nach Anwendung der relevanten Handicap Allowance spielt die Person oder Seite mit dem niedrigsten Playing Handicap von null. Die übrigen erhalten die Differenz zu ihrem eigenen Playing Handicap.

Beispiel im Einzel-Matchplay

  • Spieler A hat Course Handicap 8.
  • Spieler B hat Course Handicap 15.
  • Bei 100 Prozent Allowance spielt A von null.
  • Spieler B erhält 7 Schläge.

Die 7 Schläge werden auf den Löchern mit Stroke Index 1 bis 7 eingesetzt. Der Stroke Index ist der Vorgabenschlüssel auf der Scorekarte – nicht unbedingt die Lochnummer.

Welches Handicap soll verwendet werden?

Verwende das Course Handicap der Spieler für die Abschläge, von denen sie tatsächlich spielen. Der Handicap Index ist das allgemeine Maß der Spielstärke, während das Course Handicap Course Rating, Slope Rating und Par des konkreten Platzes berücksichtigt.

Wenn du nur den Handicap Index kennst, findest du das Course Handicap in der Regel in der Club-App, auf der Scorekarte oder in einer offiziellen Vorgabentabelle. Lies auch unseren Leitfaden zur Berechnung des Course Handicaps.

Einzel-Matchplay

Im Einzel tritt ein Spieler gegen einen anderen an. In der Standardeinstellung werden 100 Prozent Allowance verwendet. Der Spieler mit dem niedrigeren Handicap geht auf null, der andere erhält die Differenz.

Beispiel: Playing Handicap 6 gegen 12 ergibt 6 Schläge für den Spieler mit 12. Die Schläge werden auf SI 1–6 eingesetzt.

Fourball-Matchplay

Beim Fourball spielen zwei Spieler gegen zwei, und jeder spielt seinen eigenen Ball. Auf jedem Loch wird das beste Nettoergebnis jeder Seite verglichen. Eine übliche Empfehlung sind 90 Prozent Allowance, die Bedingungen des konkreten Wettbewerbs haben jedoch immer Vorrang.

Nach Anwendung der Allowances werden alle vier Playing Handicaps verglichen. Der Spieler mit dem niedrigsten Wert spielt von null, die übrigen erhalten die Differenz.

Foursomes-Matchplay

Bei Foursomes spielt jedes Team einen Ball, wobei die Spieler abwechselnd schlagen. Das Handicap des Teams wird anhand der Course Handicaps beider Spieler und der festgelegten Allowance berechnet. In der Standardeinstellung werden 50 Prozent der addierten Course Handicaps des Teams verwendet.

Anschließend werden die Playing Handicaps beider Teams verglichen. Das Team mit dem niedrigeren Wert spielt von null.

Wie wird der Stroke Index verwendet?

Der Stroke Index legt die Reihenfolge fest, in der Vorgabenschläge zugeteilt werden. Erhält ein Spieler:

  • 5 Schläge: Einen Schlag auf SI 1–5.
  • 18 Schläge: Einen Schlag auf allen 18 Löchern.
  • 20 Schläge: Einen Schlag auf jedem Loch und einen zusätzlichen Schlag auf SI 1 und 2.

Deshalb ist die SI-Spalte der Scorekarte entscheidend. Loch 1 ist nicht automatisch Stroke Index 1.

Plus-Handicap im Matchplay

Ein Plus-Handicap wird mit einem Pluszeichen vor der Zahl geschrieben, zum Beispiel +2. Der Spieler ist besser als Scratch und kann daher der Spieler sein, zu dem die Handicaps aller anderen in Beziehung gesetzt werden. Der Matchplay-Rechner unterstützt Plus-Handicaps.

Häufige Fehler

  • Handicap Index statt Course Handicap verwenden.
  • Schläge nach Lochnummer statt Stroke Index verteilen.
  • Die relevante Allowance für das Format vergessen.
  • Teams nach unterschiedlichen Methoden berechnen.
  • Besondere Bedingungen in der Ausschreibung des Clubs oder Turniers übersehen.

So geht ihr vor dem ersten Abschlag vor

  1. Ermittelt die Course Handicaps für die gewählten Abschläge.
  2. Wählt Einzel, Fourball oder Foursomes.
  3. Prüft die für das Match geltende Allowance.
  4. Berechnet die relative Schlagverteilung.
  5. Notiert die Schläge und verwendet den Stroke Index der Scorekarte.

Wenn ihr zunächst eine Spielform wählen müsst, hilft der Golfspielform-Generator. Für die Aufteilung einer größeren Gruppe könnt ihr den Golf-Teamgenerator nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent Handicap werden im Einzel-Matchplay verwendet?

Die Standardeinstellung beträgt gewöhnlich 100 Prozent, die Turnierleitung kann jedoch eine andere Allowance festlegen.

Wie viel Prozent werden beim Fourball verwendet?

Eine übliche Empfehlung sind 90 Prozent. Prüfe immer die konkreten Turnierbedingungen.

Wer erhält die Schläge?

Der Spieler oder die Seite mit dem niedrigsten Playing Handicap spielt von null. Die übrigen erhalten die Differenz.

Auf welchen Löchern werden die Schläge eingesetzt?

Die Schläge werden nach dem Stroke Index der Scorekarte eingesetzt. Sieben Schläge bedeuten einen Schlag auf SI 1–7.

Match berechnen: Öffne den kostenlosen Matchplay-Rechner oder entdecke alle kostenlosen Golf-Tools von GolfGodter.

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